Mantrailing - Personensuche
Mantrailing setzt sich zusammen aus den beiden englischen Wörtern "man = Mensch, Mann" und "to trail" = verfolgen. Der Begriff "Personensuche" hat sich in den letzten Jahren als Übersetzung aber etabliert.
Beim Mantrailing verfolgen Hunde die individuelle Spur einer Person, die sie zuvor bei der Geruchsaufnahme an einer Geruchsprobe identifiziert haben. Beim Mantrailing ist der Hund mittels einer Schleppleine mit seinem Hundeführer verbunden.
Bereits im 7. Jahrhundert wurde der Begriff des „Trailers“ als Zunftbezeichnung des jagdlichen Spurenfinders und Meutetreibers verwendet: St. Hubertus jagte bereits mit speziellen Trailern: der berühmteste Vorfahre dieser Meuterasse ist der Bloodhound (Bluthund, Chien de Saint-Hubert). Später wurden Mantrailer zur Verfolgung von flüchtigen Gefangenen/Verbrechern und in den USA zur Verfolgung von entflohenen Sklaven eingesetzt. Vor allem in den USA sind Mantrailer im Polizeidienst tätig, doch seit ein paar Jahren werden auch in Deutschland spezielle Mantrailer bei der Polizei ausgebildet. Außerdem hält das Mantrailing seit ein einigen Jahren auch Einzug in die Rettungshundearbeit, wobei sich im Einsatz Mantrailer und Flächensucher sinnvoll ergänzen, da die Trailer auch im urbanen Umfeld eingesetzt werden können, während die Flächensucher vor allem große Flächen (Wald, Felder) in kurzer Zeit absuchen können.
Mantrailing eignet sich generell für jeden Hund. Es fördert die Bindung und Zusammenarbeit mit seinem Menschen, unsichere Hunde erhalten mehr Selbstbewusstsein, und der Mensch lernt seinem Hund zu vertrauen.
Da die Mantrail-Hunde eigene Entscheidungen treffen und diese auch durchsetzen müssen gegenüber ihrem Hundeführer, ist es manchmal schwierig mit Hunden zu arbeiten, die sehr in der Unterordnung stehen bzw. mit denen entsprechender Hundesport gemacht wird. Außerdem sollte mit Hunden, die wegen ihrer Selbstständigkeit Probleme bereiten, eher nicht getrailt werden, so lange das Problemverhalten nicht behoben wurde.
Was ist an Ausrüstung erforderlich? Das Equipment ist überschaubar: der Hund benötigt ein gut sitzendes Brustgeschirr für die Suche, sowie ein Halsband, außerdem braucht man eine Schleppleine (5-7m), bei sehr zugstarken Hunden ggf. auch Handschuhe.
Das Mantrailing ist ein faszinierendes Hobby, aber auch ein zeitintensives. Aber wenn man mit seinem Hund zusammenwächst und das Trailen zum Tanz an der Leine wird, dann ist es einfach wunderbar und wiegt alle Mühen auf.
Für einen Bracco, der nicht jagdlich geführt wird, ist es eine sehr gute Möglichkeit, seinen Jagdtrieb auszuleben. Halt nicht auf Vögel oder anderes Wild, dafür auf Versteckpersonen.
Ihr möchtet mit dem Mantrailing anfangen oder sucht eine neue Trainingsgruppe? Dann empfehle ich sehr gerne das Mantrailing Team "Der Nase nach". Kontakt und weitere Informationen findet ihr HIER

